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Alsternacht
Gott. Der Abend war so laut.
Viel Stimmen und Gedanken springen unruhig unter meiner Haut
in meiner Seele, meinen Liedern
Ich will nun Stille, ihnen heut nichts mehr erwidern.
Eine Weile bleib ich hier, unter den Weiden
und schaue auf die Alster, schwarz ist sie, und schön
ein Bett, in das sich Bäume lautlos legen,
mit den Laternen von den leeren Uferwegen.
Hinter den Fenstern alter Villen gibt es Rätsel
Und niemand sagt mir: Löse sie. Löse sie jetzt.
Ach, tut die Nacht mir wohl, und der Gedanke an den Schlaf!
Der Abend war so laut. - Nun, ein paar Menschen, die ich traf.
- Die so sehr wollten, dass ich sie hören kann und sehn!
Nun ist es wieder still, mir angenehm -
Ich seh die Sterne, wie sie flüstern, aber muss sie nicht verstehn.
Nicht die Geheimnisse, und nicht ihr Leben
Nicht das der Bäume und Laternen, und nicht das der Wege.
Ich tret ans Wasser, leis, auf das ich meinen Schatten lege.
Xochil A. Schütz - online
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