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28.
September 2008
KAFFEE.SATZ.LESEN
52
Regy
Clasen
| Bov
Bjerg | Andreas Stichmann
Alexander
Rösler | Jochen
Reinecke
Neuauflage
KAFFEE.SATZ.LESEN,
der Hamburger
Sonntagssalon für neue Literatur, ist zurück aus der Sommerfrische.
Gleich drei Gäste der Auftakt-Lesung zur neuen Saison haben neue Bücher
dabei. Der Wahlberliner Bov
Bjerg stellt
"Deadline" vor, seinen
atemlosen Roman über Fristen und den allerletzten Abgabetermin im
Leben. Alexander
Röslers moderner Schelmenroman "Ich bin nur mal kurz
mein Glück suchen. Neues vom Taugenichts" schickt seinen Protagonisten
auf eine hochkomische Reise von Frankfurt am Main bis Chicago. Andreas
Stichmann veröffentlicht sein Erzähldebüt "Jackie in Silber"
beim
Hamburger mairisch
Verlag. In elf Erzählungen trifft der Leser auf
einen Blick, der sich abseits der begangenen Wege ganz neu auf die Welt
einlässt das ist ein ziemliches Metaphernkuddelmuddel, „auf einen Blick
treffen“ und dann noch Wege und sich auf die Welt einlassen. Mit allen
Folgen.
Der berliner Lesebühnenheld Jochen
Reinecke begeisterte schon zweimal
bei KAFFEE.SATZ.LESEN,
er hat neue Geschichten im Gepäck. Und weil
schöne Sprache nicht nur auf Papier zu finden ist, gibt es in der neuen
Saison den Schwerpunkt Musik mit spannenden deutschsprachigen Musikern,
Musikprojekten und Bands. Wir freuen uns sehr, dass wir zum Auftakt
dieser Reihe Regy
Clasen gewinnen konnten, die mit ihrem warmen Soul
schon auf zwei Alben und einer Live-DVD begeisterte.
Informationen zu den Gästen im September:
Bov Bjerg
*1965, Studium in Berlin und Amsterdam (Politologie,
Linguistik) und am
Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Mitbegründer der Zeitschrift
"Salbader" und verschiedener Berliner Lesebühnen; Arbeiten für
"Titanic", "Merian" u. a. 2002 Deutscher Kabarettpreis, 2004
MDR-Literaturpreis. Sein Roman "Deadline" ist im
Mitteldeutschen Verlag erschienen. Sprachlich nuanciert und voller
Geistesblitze präsentiert sich in "Deadline" der Denkfluss einer
derangierten Heldin von heute, die auf der Suche nach dem, was bleibt,
bis zum Letzten geht.
http://www.bjerg.de
Jochen Reinecke
*1971 in Wuppertal, wurde 2004 an einem Offenen Mikrofon
der Berliner
Lesebühne "Surfpoeten"
mit dem Vorlesevirus infiziert und konnte sich seitdem nicht wieder
davon kurieren. Er hat als offizieller Gast auf Berliner Lesebühnen
knapp 60 Lesungen abgerissen. Jochen Reinecke gehört zum Autorenpool
der Riesenmaschine, betreibt das Berlin-Weblog der Zeit Online und hat
zusammen mit Klemens Polatschek das Weblog der
FAS-Wissenschaftsredaktion aus der Taufe gehoben. Er tunkt gerne
Krabbenbrot in Cola, weil das so schön knistert.
http://riesenmaschine.de
| http://blog.zeit.de/berlinjournal
Alexander Rösler
Alexander Rösler wuchs in den 70er Jahren in der
hessischen Provinz
auf, besuchte die nahe gelegene Gesamtschule und wurde beim
Fußballspielen meist ins Tor gestellt. Heute lebt er als Neurologe und
Familienvater in Hamburg. Bisher erschienen: "Man sieht sich", Roman
1999 und aktuell: "Ich bin nur mal kurz mein Glück suchen. Neues vom
Taugenichts" im Arena Verlag. Ein junger Mann
beobachtet seinen Vater beim Rasenmähen, steht auf und
geht. Er wandert über thüringische Wiesen, die ungeschoren
davongekommen sind, hilft im Feierabendheim und verkauft Glück aus
Eimern. Er erliegt einem armenischen Mädchen namens Anaid,
folgt ihr nach Chicago und muss erklären, warum er aussieht wie ein
Terrorist, aber das Gegenteil ist. Auf einem Containerschiff unter
zypriotischer Flagge, mit deutschem Kapitän, polnischem Maschinisten
und thailändischer Besatzung muss er in der Küche einspringen, weiß
aber nicht, was er kochen soll. Nachts schreibt er alles auf.
Andreas Stichmann
*1983 in Bonn. Studiert seit 2005 am Deutschen
Literaturinstitut
Leipzig. 2006 nahm er an der Endrunde des Berliner Open Mike teil.
Längere Aufenthalte in Südafrika, die auch in seine Erzählungen
eingeflossen sind. "Jackie in Silber" ist seine erste eigenständige
Veröffentlichung. Held sein! Darum geht es doch. Dass Helden scheitern,
ist der Lauf der
Dinge. Sie bleiben zurück im trostlosen Hawaiihemd, im eigentlich doch
nicht so glamourösen Silberkleid. Andreas Stichmanns Helden aber laufen
im Scheitern zur Höchstform auf.
Seine Texte sind klar, ohne einfältig zu sein. Sie schillern an
ungewohnten Stellen. Sie haben angenehm greifbare Ecken. Sie sind
witzig, ohne mit dem Humor zu wedeln. "Jackie in Silber" ist im
Hamburger mairisch
Verlag erschienen.
"Andreas Stichmann hat
nicht einfach ein Buch geschrieben - er hat eine
Rakete gebaut!" Thomas Pletzinger
http://www.andreasstichmann.de | http://www.mairisch.de
Regy Clasen
Die Sängerin wurde 1971 in Hamburg geboren. 2000 produzierte sie mit
„So nah“ ihr erstes eigenes Album. Längst ist sie kein Geheimtipp mehr,
mit ihrer warmen Stimme, den intelligenten Texten und einer an Rhythm
’n’ Blues und Soul angelehnten Musik. 2004 folgte ihr zweites Album
„Wie tief ist das Wasser“ Hier sind jetzt ganz normale deutschse
Anführungszeichen. Bitte stringent machen! und 2006 die Live-DVD „Regy
Clasen Live im Schmidt-Theater“. 2005 beteiligte sie sich mit dem Song
„Heimlich zur Nacht“ an dem Projektalbum „Ich träume so leise von Dir“
mit Texten der Dichterin ElseLasker-Schüler. Neben Auftritten mit ihrer
eigenen Band singt sie im Background von Stefan Gwildis und arbeitet
mit anderen Musikern wie z. B. Bernd Begemann zusammen. Regy Clasen
wird für Kaffee.Satz.Lesen ein Unplugged-Set am Klavier spielen.
http://www.regyclasen.de
Sonntag, 28. September 2008,
16:00 Uhr, Baderanstalt, Hammer Steindamm 62
neben S-Bahnhof Hasselbrook
im Hinterhof, 5. Stock.
Einlass 15:00 Uhr
6 EURO.
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